Effektive Lösungen gegen Kalk & Co.
Härtestabilisatoren sind chemische Substanzen, die in wässrigen Systemen die Bildung von Ablagerungen und die Ausfällung von Härtebildnern, wie Calcium- und Magnesium-Ionen, verhindern. Sie sind verantwortlich für die sogenannte „Wasserhärte“, die beispielsweise zu Kalkablagerungen in Rohren, Boilern oder Kühlsystemen führen kann. Ablagerungen beeinträchtigen die Effizienz von Geräten und können langfristig zu Schäden führen.
Durch die Verhinderung von Kalkablagerungen reduzieren Härtestabilisatoren ebenfalls die Gefahr von Korrosion und Biofilmen, die sich auf Kalkablagerungen schneller bilden können. Darüber hinaus enthalten einige von ihnen auch Korrosionsinhibitoren, die die metallischen Oberflächen in den Kreisläufen vor Korrosion schützen.
Für unterschiedliche Anforderungen bietet ADAQUA individuell abgestimmte Produkte und Lösungen zur Vermeidung von Ablagerungen in Wasserkreisläufen.
Härtestabilisatoren und ihre Wirkweise
Härtestabilisatoren wirken als Dispergiermittel, indem sie sich an die härtebildenden Kalzium- und Magnesium-Ionen binden (Komplex- / Chelatbildung). Dadurch werden die Ionen stabilisiert und in sehr kleinen Partikeln in der Flüssigkeit verteilt. Eine Kristallbildung oder Ablagerungen sind somit nicht mehr möglich.
Arten von Härtestabilisatoren
Härtestabilisatoren lassen sich basierend auf ihrer chemischen Struktur in verschiedene Typen unterteilen. Die häufigsten Arten von Härtestabilisatoren sind:
Phosphate
Phosphate und Polyphosphate waren früher die am weitesten verbreiteten Härtestabilisatoren in Waschmitteln und Wasseraufbereitungsprozessen, da sie sehr wirksame Komplexbildner sind. Aus diesem Grund sind Phosphate auch bei der kommunalen Trinkwasserversorgung ein wichtiger Einsatzstoff.
Phosphonate
Phosphonate sind organische Verbindungen, die Phosphor enthalten und eine starke Affinität zu Calcium- und Magnesium-Ionen haben. Sie finden vor allem in der Wasseraufbereitung, in Kühlkreisläufen und in industriellen Systemen Anwendung.
Polycarboxylate
Polycarboxylate sind synthetische Polymere, die oft als umweltfreundliche Alternativen zu Phosphaten verwendet werden. Sie werden Wasch- und Reinigungsmitteln als Komplexbildner beigemischt und kommen in der Wasseraufbereitung zum Einsatz.
Polymere und Copolymere
Polymere und Copolymere bestehen aus größeren Molekülen. Sie sind besonders effektiv in Kombination mit anderen Stabilisatoren und werden in der industriellen Wasseraufbereitung und in Kühlsystemen verwendet.
Citrat
Zitronensäure und ihre Salze (Citrate) wie Natriumcitrat werden als natürliche, biologisch abbaubare Härtestabilisatoren genutzt. Citrate finden Anwendung in ökologisch orientierten Reinigungsmitteln und der Lebensmittelindustrie.
Zeolithe
Zeolithe sind mikroporöse Alumosilikate. Sie ersetzen häufig Phosphate in Waschmitteln und werden ebenfalls in der Wasserenthärtung eingesetzt. Zeolithe sind natürliche, biologisch abbaubare Härtestabilisatoren.
Aminocarboxylate
Aminocarboxylate sind starke Chelatbildner. Sie binden härtebildende Ionen besonders stabil und werden in der Wasseraufbereitung und in industriellen Prozessen verwendet.
Gerne beraten wir Sie, welche Art von Härtestabilisatoren für Ihren Einsatzbereich die beste Lösung darstellt.
Einsatzgebiete von Härtestabilisatoren
Härtestabilisatoren werden häufig in Kühl- und Heizkreisläufen, in der Trinkwasseraufbereitung, in der industriellen Prozesswasseraufbereitung und in Reinigungsmitteln eingesetzt.
Mit langjähriger Erfahrung deckt ADAQUA alle genannten Anwendungsbereiche ab.
Gerne unterstützen wir Sie bei der Auswahl passender Lösungen und stehen Ihnen beratend zur Seite
Vorteile des Einsatzes von Härtestabilisatoren
Härtestabilisatoren verhindern die Bildung von Kalkablagerungen auf Oberflächen, in Leitungen und Anlagenteilen wie Wärmetauschern sowie Kühl- und Heizsystemen.
Durch den Einsatz von Härtestabilisatoren werden Ausfallzeiten durch Kalk- und Korrosionsschäden vermieden. Zudem wird die Lebensdauer der Anlagen und Geräte verlängert und die Wartungskosten sowie der Energieverbrauch reduziert. Dies führt langfristig zu einer Senkung der Betriebskosten bei kommunalen und industriellen Anlagen.
Kalkablagerungen können beispielsweise die Wärmeübertragung in Heizsystemen beeinträchtigen, was zu einem höheren Energieverbrauch führt. Durch den Einsatz von Härtestabilisatoren bleibt die Effizienz der Anlagen erhalten, da der Wärmeaustausch nicht durch Kalkbeläge behindert wird.
Für eine persönliche und fachgerechte Beratung zu unseren Produkten stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
Umweltverträglichkeit von Härtestabilisatoren
Die Umweltverträglichkeit von Härtestabilisatoren hängt stark von der Art der verwendeten Substanzen ab. Einige moderne Härtestabilisatoren wie Polyasparaginsäure, ein biobasiertes Polymer, sind gut biologisch abbaubar und stellen eine umweltverträgliche Alternative zu länger bekannten Substanzen dar. Viele moderne Härtestabilisatoren sind zudem phosphatfrei, um das Risiko der Eutrophierung von Gewässern zu minimieren. Phosphonat-basierte Härtestabilisatoren oder biobasierte Alternativen wie Polycarboxylate oder Zitronensäurederivate sind in der Regel umweltfreundlicher, da sie keine Phosphate enthalten.
Härtestabilisatoren werden oft in sehr geringen Konzentrationen eingesetzt. Da sie in niedrigen Mengen wirksam sind, gelangen weniger Chemikalien in die Umwelt. Durch den Einsatz von Härtestabilisatoren wird der Bedarf an aggressiven Entkalkungsmitteln wie starken Säuren reduziert. Nicht zuletzt tragen Härtestabilisatoren dazu bei, die Lebensdauer von technischen Anlagen und Rohrleitungen zu verlängern, was wiederum den Bedarf an Neuproduktion und damit den Verbrauch natürlicher Ressourcen reduziert.
Als Teil der REMONDIS-Gruppe legt ADAQUA großen Wert auf ressourcenschonende und nachhaltige Lösungen. Dabei steht ein verantwortungsbewusstes Handeln im Einklang mit ökologischen und wirtschaftlichen Prinzipien im Fokus.