Auslöser von Korrosion und der Einsatz von Korrosionsinhibitoren
Korrosion ist nach DIN EN ISO 8044 definiert als „physikochemische Wechselwirkung zwischen einem Metall und seiner Umgebung.“ Sie hat viele verschiedene Ursachen.
Die häufigsten Auslöser von Korrosion im Betriebsprozess und in Wasserkreisläufen sind:
Ein zu niedriger pH-Wert
Zu weiches Wasser
Ein zu hoher Salzgehalt
Die Temperatur
Freie Kohlensäure
Organische Substanzen
Ablagerungen (z. B. durch Karbonathärte)
Mikrobiologische Einflüsse
Das Zusammenwirken verschiedener Materialien innerhalb eines Prozesses
Aufgrund der Vielzahl der Korrosionsfaktoren sind auch die Lösungsansätze vielfältig. ADAQUA setzt Kombinationslösungen ein, um Synergieeffekte zu nutzen und Schwächen der einzelnen Produkte auszugleichen.
Gerne beraten wir Sie zu den besten Produkten für Ihren Anwendungsbereich.
Um Korrosion zu verringern und zu vermeiden, bietet ADAQUA eine breite Palette von Prozesschemikalien zur Optimierung des pH-Wertes sowie Biozide, Biodispergatoren und spezielle Korrosionsinhibitoren für den Einsatz im Bereich Kühlwasser, Brauchwasser und Kesselwasser sowie den Einsatz bei der Trinkwasserversorgung an.
Bei den Korrosionsinhibitoren lassen sich die einzelnen Produkte gemäß ihrer Wirkweise unterscheiden:
Grenzflächeninhibitoren
Hierunter zählt man unter anderem Phosphate und Zinkprodukte.
Elektrolytfilminhibitoren
Zu den Elektrolytfilminhibitoren gehören unter anderem Amine und Triazole.
Membraninhibitoren
Die Hauptvertreter der Membraninhibitoren sind Phosphonate.
Warum ist Korrosionsschutz notwendig?
Korrosionsschutz ist notwendig, um Schäden an Metallstrukturen zu verhindern. Denn Korrosion kann die strukturelle Integrität von Bauwerken, Fahrzeugen, Maschinen und anderen metallischen Gegenständen schwächen oder gar zerstören und zu teuren Produktionsausfällen führen.
Um so entstehende hohe Kosten zu vermeiden, wird ein vorbeugender Korrosionsschutz empfohlen. Er reduziert kostenintensive Wartungen. Zudem verlängert er die Lebensdauer der Metallstrukturen erheblich und verhindert Unfälle, Schäden und Ausfälle. Zusätzlich wird durch einen effektiven Korrosionsschutz der Materialverbrauch und damit die Umweltbelastung gesenkt.
ADAQUA bietet Ihnen neben effektiven Produkten ebenfalls die Analyse der Korrosionsvorgänge in Ihrem Wassersystem.
Gerne beraten wir Sie persönlich zu unserem Service.
Welche Arten von Korrosionsschutz gibt es?
Es gibt verschiedene Arten von Korrosionsschutz. Die unterschiedlichen Methoden werden häufig miteinander kombiniert, um einen optimalen Schutz zu gewährleisten. ADAQUA bietet in Abhängigkeit von der Art des zu schützenden Materials und seiner Umgebung stets den geeignetsten Korrosionsschutz. Gerne beraten wir Sie zu der besten Lösung für Ihren Anwendungsbereich.
Beim passiven Korrosionsschutz wird das Material durch eine physikalische Barriere geschützt, die den Kontakt mit korrosiven Medien wie Wasser oder Sauerstoff verhindert.
Beschichtungen (Lacke und Farben): Metalloberflächen werden mit einem Schutzlack oder Farbe beschichtet, um den direkten Kontakt mit Wasser, Sauerstoff oder chemischen Substanzen zu vermeiden.
Metallische/galvanische Überzüge: Galvanische Überzüge sind eine Form des metallischen Überzugs. Dabei wird eine dünne Schicht eines Metalls durch elektrochemische Verfahren (Galvanisieren) auf die Oberfläche eines anderen Metalls aufgebracht. Diese Schutzschicht dient dazu, das Grundmetall vor Korrosion zu bewahren, indem sie als Barriere gegen Umwelteinflüsse wie Feuchtigkeit, Sauerstoff und aggressive Chemikalien wirkt. Beispielsweise wird das zu schützende Metall verzinkt, verzinnt, verchromt oder vernickelt.
Pulverbeschichtungen: Ein pulverförmiges Kunststoffmaterial wird auf die Oberfläche aufgebracht und eingebrannt, sodass sich eine widerstandsfähige Schicht bildet.
Plastiküberzüge: Metalle werden mit Kunststoff ummantelt, um sie vor Korrosion zu schützen.
Aktive Methoden greifen in die chemischen Prozesse der Korrosion ein und verhindern die Oxidation durch elektrochemische Verfahren. Dazu zählen beispielsweise der kathodische sowie anodische Korrosionsschutz.
Kathodischer Korrosionsschutz: Eine Fremdstromquelle oder sogenannte Opferanode wird genutzt, um das zu schützende Metall kathodisch zu polarisieren und so die Korrosion zu verhindern. Opferanoden bestehen aus Metallen wie Zink oder Magnesium, die sich bevorzugt zersetzen.
Anodischer Schutz: Hierbei wird das Metall anodisch polarisiert, um auf der Oberfläche eine passivierende Oxidschicht zu bilden. Dieses Verfahren wird oft bei Metallen wie Edelstahl oder Titan angewendet.
Beim chemischen Korrosionsschutz wird die Korrosion durch gezielte chemische Verfahren gehemmt oder verhindert. Die von ADAQUA eingesetzten Produkte basieren auf diesem Prinzip.
Korrosionsinhibitoren: Korrosionsinhibitoren sind Chemikalien, die dem korrosiven Medium (zum Beispiel Wasser oder Luft) zugegeben werden, um den Korrosionsprozess zu verlangsamen oder zu stoppen. Sie werden häufig in Kühl- und Heizkreisläufen eingesetzt.
Phosphatieren: Phosphatieren bezeichnet eine chemische Behandlung, bei der Metalloberflächen durch Phosphonate passiviert werden, um die Bildung einer schützenden Phosphatschicht zu fördern.
ADAQUA bietet eine breite Palette chemischer Anwendungen zum Korrosionsschutz. Diese reichen von Phosphat- und Phosponatprodukten bis hin zu sehr spezialisierten filmbildenden Aminen, die beispielsweise in heutigen Kraftwerken unverzichtbar sind.
Korrosionsinhibierung durch Phosphate
Phosphate bilden gemeinsam mit Härtebildnern und Korrosionsprodukten kompakte, festhaftende Deckschichten auf metallischen Oberflächen, die den Korrosionsprozess drastisch verlangsamen. Dabei ist es nicht von Relevanz, ob es sich um neue oder bereits vorgeschädigte Oberflächen handelt. Der Aufbau der Deckschichten erfolgt im laufenden Betrieb, ohne dass eventuell vorhandenes Prozesswasser eine Qualitätseinbuße erleidet.
Bereits die Dosierung von weniger als 5 ppm Phosphat (als P2O5) führt zu einem raschen Verschwinden von braunem Wasser sowie zur Bildung einer Korrosionsschutzschicht. Voraussetzung für die Bildung einer Schutzschicht sind die Anwesenheit von Sauerstoff zur Oxidation von metallischem Eisen und zur Erzeugung von Wandalkalität sowie eine Mindestcarbonathärte des Wassers von etwa 15 mg/l Calciumcarbonat (0,8 °dH).
Unter diesen Bedingungen scheiden sich bei einer Phosphatdosierung an den Rohrwandungen Mischungen von Eisen- und Calciumphosphaten sowie -carbonaten ab, welche im Gegensatz zu anderen Eisenkorrosionsprodukten weitgehend diffusionsdicht sind und somit die weitere Metallauflösung unterdrücken. Die gebildeten Schutzschichten haben die positive Eigenschaft, nicht zu immer dickeren Schichten weiterzuwachsen. Zusätzlich wird durch Phosphat die Bildung der Goethit-Modifikation des Eisenoxidhydrats begünstigt, wodurch die Deckschichten gegen instationäre Korrosion geschützt werden.
ADAQUA liefert unterschiedlichste Produkte und Produktkombinationen dieser Produktgruppe.
Gerne beraten wir Sie, welches Produkt sich am besten für Ihren Einsatzbereich eignet.
Korrosionsschutz in spezifischen Industrien
Korrosionsschutz spielt in vielen Industrien eine entscheidende Rolle, um die Lebensdauer der Anlagen und Materialien zu verlängern, die Sicherheit zu erhöhen und die Effizienz der Produktionsprozesse zu maximieren. ADAQUA blickt auf langjähriges Knowhow in der Versorgung mit Korrosionsschutzprodukten zurück.
In der Bauindustrie sind viele Strukturen – beispielsweise Gebäude, Brücken, Tunnel und Hochhäuser – korrosiven Bedingungen wie Witterung, Feuchtigkeit und chemischen Einflüssen ausgesetzt.
In der Öl- und Gasindustrie sind Anlagen vor stark korrosiven Umgebungen, wie aggressiven Chemikalien, Salzwasser und extremen Temperaturen, zu schützen.
Anlagen in der chemischen Industrie arbeiten oft mit aggressiven Stoffen, die Korrosion verursachen können.
Korrosionsschutz ist in Wasseraufbereitungs- und Abwasseranlagen entscheidend, da eine feuchte Umgebung sowie dort eingesetzte Chemikalien aggressive Korrosionsbedingungen schaffen.
Kraftwerke, insbesondere solche, die mit fossilen Brennstoffen, Kernkraft oder erneuerbaren Energien arbeiten, sind stark auf Korrosionsschutz angewiesen.
In der Lebensmittelverarbeitung sind Maschinen und Anlagen korrosiven Bedingungen durch Feuchtigkeit, Säuren und Reinigungslösungen ausgesetzt.
Korrosionsschutz ist für die Langlebigkeit und Sicherheit von Fahrzeugen von großer Bedeutung.
Unsere Leistungen und Produkte
Um einen effektiven Korrosionsschutz zu gewährleisten, setzen wir auf Korrosionsinibitoren aus unserer Neudos®-Produktfamilie. Wir bieten dabei Lösungen, welche auf die jeweiligen Bedürfnisse und die Industrien zugeschnitten sind. Gerne beraten wir Sie zu unserem Leistungsspektrum und der besten Anwendungslösung für Ihr Einsatzgebiet.
Neudos®-KI-Produkte
Die Neudos-KI-Reihe beinhaltet sowohl anodische als auch kathodische Inhibitoren und bietet für jeden pH-Wert-Bereich und für den Schutz unterschiedlicher Metalle ein spezielles Produkt. Daneben sind einige Inhibitoren auch mit Dispergatoren kombiniert. Der Korrosionsschutz wird bei einigen der Produkte in Form einer Schutzschicht auf der zu schützenden Oberfläche erreicht.
Neudos®-KP-Produkte
Die Neudos-KP-Reihe umfasst phosphatfreie Korrosionsinhibitoren und Dispergationsmittel. Sie finden dort Anwendung, wo Vorgaben hinsichtlich der Phosphatgehalte den Einsatz phosphathaltiger Produkte verhindern.
Neudos®-SB-Produkte
Sauerstoff ist in Heizungsanlagen (Heiz- und Dampfkessel) einer der größten Korrosionsfaktoren. Die Produkte der Neudos-SB-Reihe binden den Sauerstoff, der im System vorhanden ist.
Neudos FA-Serie
Die Anforderungen an Kraftwerke werden zunehmend herausfordernd. So auch ständige An- und Abfahrprozesse. Hier helfen klassische Korrosionschutzverfahren (z. B. Ammoniak) nicht mehr. Sobald Kondensat entsteht, werden die betroffenen Anlagenteile angegriffen und können massiv geschädigt werden. Hier helfen moderne Filmbildende Amine. Diese bewirken einen Schutzfilm auf allen medienberührenden Anlagenteilen, sodass keine Korrosion entstehen kann.